Wohnen, Essen, Leben - unleistbar?
Der Sozialabbau und die Sparmaßnahmen der Stadt Wien treffen Geflüchtete schwer. Wo die Politik wegschaut, müssen wir hinschauen! In diesem Beitrag erfährst du, wie du direkt helfen kannst.
Sparen bei den Ärmsten
Mit wenigen Wochen Vorlaufzeit hat die Stadt Wien im Dezember 2025 beschlossen bei den Ärmsten zu sparen: 10.000 subsidiär Schutzberechtigte fallen von der Mindestsicherung in die viel geringere Grundversorgung. Trotz Warnungen von Organisationen, wie dem Flüchtlingsprojekt Ute Bock, dass ohne Not- oder Übergangsregelungen Menschen direkt von Obdachlosigkeit bedroht sein werden, hat die Politik diese Kürzungen ohne Ausnahmeregeln beschlossen.
Aktuelle Situation im Ute Bock Haus
In unserer Sozialberatung sehen wir nun die ersten Klient*innen, die weder Miete noch Strom oder Heizung zahlen können. Sie kommen in Zahlungsrückstände, wir haben keine weiteren Wohnmöglichkeiten und andere Stellen sehen sich gar nicht mehr zuständig.
Was machen wir im Ute Bock Haus also jetzt mit Menschen, die sich mit 425€ weder Wohnen noch Leben leisten können? Meistens keine Chance am Arbeitsmarkt bekommen, zu jung (Kinder) oder alt (Senior*innen), pflegend oder pflegebedürftig sind?
Wir haben akut unsere Lebensmittelausgabe um einen Tag erweitert, so dass noch mehr armutsbetroffene Geflüchtete wöchentlich Lebensmittel bekommen können.
Das reicht nur leider bei weitem nicht aus, um die Not so vieler Menschen abzufangen. Wenn nun die erste Miete nicht gezahlt werden kann, Energiekosten offenbleiben, wird es nicht lange dauern, bis wir vor Delogierungen und akuter Obdachlosigkeit stehen. Das trifft im Winter die Menschen hart, besonders Familien mit Kindern!
Wo sie hinsollen? Obdachlosenunterkünfte sind gerade zu diesen Witterungsbedingungen völlig ausgelastet. Für subsidiär Schutzberechtigte sind die meisten Stellen zudem gar nicht zuständig, neue Wohnplätze schaffen dauert.
So kannst du helfen
Wo die Politik wegschaut, müssen wir hinschauen! Du kannst konkret helfen, indem du uns jetzt Gutscheine für Supermärkte spendest – am besten von günstigeren und in mehreren kleinen Beträgen, damit wir sie individuell nach Bedarf ausgeben können.
Mit der Ausgabe von Lebensmitteln und Supermarkt-Gutscheinen können wir die direkte Not ein bisschen lindern. Langfristige Lösungen und politische Maßnahmen fehlen.
Nimm beim nächsten Einkauf im Supermarkt einen Gutschein mit und spende ihn für Armutsbetroffene im Ute Bock Haus. Schick Gutscheine (am besten kleine Beträge je 10 Euro) direkt ins Ute Bock Haus und teile dieses Bild mit anderen, die helfen möchten.
Foto: Flüchtlingsprojekt Ute Bock