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Bock auf Job: Flüchtlingsprojekt Ute Bock startet Arbeitsmarktprojekt

Der Wiener Verein initiiert neues Arbeitsmarktprojekt als Reaktion auf dramatische Situation durch Kürzungen bei Subsidiär Schutzberechtigten und Einsparungen der spezialisierten Beratungsstellen in Wien.

Wien, 28. April - Mit dem neuen Arbeitsmarktprojekt „Bock auf Job“ bekommen Klient*innen des Flüchtlingsprojekt Unterstützung bei der Jobsuche und Arbeitsaufnahme. Zeitgleich haben Unternehmer*innen, die Geflüchteten eine Chance geben wollen, direkt im Ute Bock Haus einen Anknüpfungspunkt.

Auch mit dem neuen Projekt setzt sich der Verein Ute Bock im Sinne seiner Gründerin unmittelbar für Geflüchtete ein. Wenn die staatliche Unterstützung für große Bereiche plötzlich entfällt, müssen Vereine und die Zivilgesellschaft einspringen. Eine kritische Entwicklung: Kürzungen verursachen vielfach neue Probleme und kosten langfristig mehr.

Problem geschaffen, Lösung gekürzt

Für Klient*innen mit subsidiärem Schutz ist die Situation dramatisch. Seit Jänner 2026 können sie ihre Grundversorgung auch in Wien nicht mehr auf die Mindestsicherung aufstocken. Ihnen bleibt nun die Wahl zwischen Miete zahlen oder Lebensmittel kaufen. Doch auch dieser Verzicht reicht oft nicht aus. Delogierungen sind eine ständige Bedrohung und mehren sich.

Der einzige Weg aus dieser Misere ist die Arbeitsaufnahme. Doch im Bereich der Arbeitsmarktintegration fielen spezialisierte Beratungsangebote ebenfalls dem Rotstift zum Opfer. Eine mehr als ungünstige Parallelität.

„Wir haben den Bedarf gesehen und wollen unsere Klient*innen unterstützen, aus dieser verzweifelten Situation herauszukommen. Während geförderte Angebote schließen mussten, konnten wir dank unserer Spender*innen schnell reagieren und das neue Hilfsangebote direkt umsetzen“, so Shirin Behrends-Basha, Co-Geschäftsführerin im Verein Ute Bock.

Auf der anderen Seite braucht es auch Unternehmen, die willig sind, Menschen eine echte Chance zu geben. „Die Gefahr ist groß, dass die Verzweiflung der Menschen ausgenutzt wird und vulnerable Menschen in besonders prekären Beschäftigungen landen, die die Selbsterhaltungsfähigkeit nicht nachhaltig absichern. Deswegen braucht es Firmen, die das Talente der Geflüchteten erkennen und fördern wollen. Mit Bock auf Job stehen wir den Menschen aber auch den Firmen zur Seite, um das Potential voll auszuschöpfen.“, so der Jobberater Ammar Khalil.

Bock auf Job ergänzt das etablierte Beratungsangebot des Vereins Ute Bock. Als Integrationsprojekt soll es die Selbsterhaltungsfähigkeit der Menschen mit Aufenthaltstiteln und Arbeitserlaubnis aufbauen und absichern. Damit Flüchtlinge eine Chance haben.

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