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Zwei Mädchen aus der Büffelböcke-Lerngruppe lachen in die Kamera (c) Sophie Kirchner

Wenn Kinder wieder an sich glauben

Endlich Ferien! Die Kinder aus der Lerngruppe im Ute Bock Bildungszentrum freuen sich auf den Sommer. Dieses Schuljahr hat sich viel bei den Büffelböcken getan. Vier Geschichten zeigen, was möglich wird, wenn Kinder an sich glauben lernen.

Schulerfolge der Büffelböcke

Neue Sprache, neue Schule, neuer Unterricht: Für geflüchtete Kinder ist das Ankommen in Österreich oft eine große Herausforderung. Im Ute Bock Bildungszentrum begleiten wir 40 Kinder mit Fluchtbiografie in unserer Büffelböcke-Gruppe das ganze Schuljahr über mit täglicher Lernbetreuung, Hilfe bei den Hausaufgaben, gemeinsamem Mittagessen und natürlich viel Zeit für Spielen und Bewegung.

Bevor es in die Ferien geht, möchten wir euch von den großartigen Fortschritten der Büffelböcke in diesem Schuljahr erzählen: Dabei geht es nicht nur um Noten. Die Kinder fassen immer mehr Vertrauen, Deutsch zu sprechen. Und sie merken: Ich kann das. Sie dürfen ihre Talente entdecken, Freund*innen finden und Freude an der Schule entwickeln.

Ob Volksschule, Mittelschule oder Gymnasium: Die Kinder haben gelernt, geübt, gelacht, manchmal gehadert und trotzdem weitergemacht. Oft brauchen sie vor allem jemanden, der an sie glaubt, hinschaut, zuhört und gemeinsam mit Eltern und Lehrer*innen eine gute Lösung findet. So wie bei Yazan, Amina, Tarik und Samir. Ihre Namen haben wir zu ihrem Schutz verändert.

Geschichten aus Kinderleben

Der Erstklässler Yazan hatte große Schwierigkeiten beim Lesen. Viele Aufgaben überforderten ihn, oft wollte er gar nicht mehr mitmachen und lieber spielen gehen. Schnell war klar: Yazan hätte ein Vorschuljahr gebraucht. Gemeinsam mit seiner Schule und Familie konnten wir erreichen, dass er die 1. Klasse wiederholen darf. Das ist für ihn kein Scheitern, sondern die beste Chance, in Ruhe Sicherheit zu gewinnen und mit mehr Vertrauen weiterzulernen.

Auch Amina hat einen wichtigen Schritt gemacht. Obwohl sie im Gymnasium ausgezeichnete Noten hatte, fühlte sie sich in der Klassengemeinschaft nicht wohl. Sie fühlte sich ausgeschlossen und verlor immer mehr die Freude am Lernen. Nach dem Wechsel in eine Mittelschule in der Nachbarschaft wendete sich alles: Amina fand gute Freund*innen, blühte auf und geht heute wieder gerne in die Schule. Mittlerweile ist sie sogar Klassensprecherin.

Tarik ist im Gymnasium äußerst zielstrebig und lacht viel. Der Zehnjährige lernt gerne und mag das fordernde Umfeld. Im Unterricht übersetzt er alles zuerst von Deutsch auf Arabisch. Als dann auch noch Englisch dazu kam, tat er sich schwer mit allen Vokabeln mitzukommen. Im Sommer übt Tarik deshalb im Ute Bock Bildungszentrum gemeinsam mit einer ehrenamtlichen Lehrerin weiter. So kann er sich gut auf seine Nachprüfungen in Deutsch und Englisch vorbereiten. Tarik freut sich auf die gemeinsame Lernzeit – und er glaubt an sich.

Samir hat in seinem jungen Leben schon sehr viel durchgemacht. Nach traumatischen Fluchterlebnissen, Gewalt in der Familie und Mobbing in der neuen Nachbarschaft besucht er heute eine Schule mit sonderpädagogischem Schwerpunkt. Dort blüht er richtig auf. Seine Pädagog*innen fördern seine Interessen und Begabungen, begleiten ihn beim Lernen und unterstützen ihn auf seinem Weg in Richtung Berufsausbildung. Sport und Bewegung sind seine große Leidenschaft. Seine Mutter ist stolz und glücklich, dass ihr Sohn endlich eine Chance auf ein gutes Leben in Sicherheit bekommt.

Foto aus der Büffelböcke Lerngruppe 2026 (c) Sophie Kirchner

In der Büffelböcke-Gruppe wird dank der Unterstützung engagierter Ehrenamtlicher ein stabiles Lernumfeld geschaffen, in das die Kinder gerne kommen.
Foto: Sophie Kirchner

Bildungschancen schaffen

Die Büffelböcke sind keine gewöhnliche Lernbetreuung. Die Kinder zwischen 6 und 14 Jahren kommen aus vielen unterschiedlichen Ländern und haben oft schon mehr erlebt, als Kinder erleben sollten. Gemeinsam mit Ehrenamtlichen wiederholen sie Schulstoff, erledigen ihre Hausaufgaben, essen eine gesunde Jause und natürlich gibt es genügend Zeit für Spielen, Singen, Bewegung und Basteln. Wir feiern Feste gemeinsam, begleiten die Kinder im Leben und selbstverständlich werden auch die Eltern immer mit eingebunden. Wir schaffen ein stabiles Lernumfeld, positive Erfahrungen und bestärken die Kinder auch darin, einfach Kind zu sein.

All das ist nur möglich, weil engagierte Ehrenamtliche ihre Zeit schenken – und weil viele Menschen mit ihrer Spende helfen.

Schulsachen-Hilfsaktion

Wenn das Schuljahr zu Ende geht, beginnt für armutsbetroffene Familien bereits die Sorge um den nächsten Schulstart. Die Bedarfslisten der Schulen sind oft lang und kostspielig. Wir wollen im Herbst um die 250 Schulkinder aus armutsbetroffenen Familien beim Schulstart unterstützen. Kein Kind soll mit leeren Händen in der Klasse sitzen oder sich schämen müssen, weil das Geld für Hefte, Stifte oder einen Schulrucksack fehlt. Gerade jetzt braucht es Solidarität, damit Bildungschancen nicht vom Einkommen der Eltern abhängen.

Spende jetzt ein Schulstart-Paket für eine Schultasche voll Hoffnung für Kinder aus geflüchteten Familien in Wien!

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