Nominierungsstart für den Bock Preis 2026
Ehrenamt gehört ausgezeichnet: Zum 8. Mal vergeben wir den Bock-Preis für Ehrenamtliche mit Fluchtbiografie, die sich für ihre Mitmenschen engagieren. Warum wir das machen und wie du dabei bist – Jetzt lesen!
Stille Held*innen
Geflüchtete sind weit mehr als nur Schutzsuchende – sie sind Nachbar*innen, Kolleg*innen, Freund*innen. Und manchmal auch stille Held*innen unserer Gesellschaft. Denn viele von ihnen leisten ehrenamtlich einen wertvollen Beitrag für die Gesellschaft. Mit dem Bock-Preis möchten wir freiwilliges Engagement von Menschen mit Fluchtbiografie hochleben lassen. In einer Zeit, in der Migration oft nur als Herausforderung gesehen wird, setzt der Bock-Preis ein anderes Zeichen: eines von Anerkennung, Menschlichkeit und Verbindung.
Viele Menschen mit Fluchtbiografie widmen ihre Zeit, Kraft und Energie voller Elan einem Ehrenamt. Sie engagieren sich bei Übersetzungen, arbeiten ehrenamtlich mit Kindern, setzen ihre Kraft bei der Lebensmittelausgabe in sozialen Einrichtungen ein oder unterstützen andere beim Ankommen in Österreich.
„Gerade in Zeiten gesellschaftlicher Unsicherheit braucht es Menschen, die Brücken bauen und Gemeinschaft vorleben. Freiwilliges Engagement schafft Vertrauen, stärkt das Miteinander und zeigt, dass Solidarität keine abstrakte Idee ist, sondern im Alltag konkret gelebt wird. Der Bock-Preis steht genau für diese Haltung,“ erzählt Maren Riebe, Geschäftsführerin im Flüchtlingsprojekt Ute Bock.
Nominierung & Jury
Noch bis zum 22. Februar 2026 können österreichweit Organisationen ebenso wie Einzelpersonen Ehrenamtliche, Kolleg*innen oder engagierte Klient*innen nominieren. Nominiert werden können Asylwerber*innen, Vertriebene sowie Menschen mit Fluchtgeschichte, unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus oder dem Stand ihres Verfahrens.
Als kleines Dankeschön verlost das Flüchtlingsprojekt Ute Bock unter allen Nominierenden drei Gutscheine im Wert von jeweils 100 Euro für das Restaurant Speisen ohne Grenzen am Wiener Yppenplatz.
Eine unabhängige Jury sichtet alle Einreichungen und bestimmt daraus drei Preisträger*innen. In diesem Jahr verstärkt Menschenrechtsexpertin Stephanie Krisper die Jury, zum wiederholten Mal mit dabei sind Moderatorin Barbara Stöckl, Künstlerin und Aktivistin Asma Aiad, die ehemalige Skirennläuferin und Menschenrechtsaktivistin Nicola Werdenigg sowie Springboard-Gründer Robert Gulla.
Zeichen der Wertschätzung
Der Bock-Preis ist mit einem Preisgeld von jeweils 600 Euro dotiert, das von der Fogarassy Privatstiftung zur Verfügung gestellt wird. Darüber hinaus erhalten alle Nominierten eine persönliche Urkunde als sichtbares Zeichen der Wertschätzung für ihr Engagement.
Dr. Alfred Fogarassy, Vorstandsmitglied des Flüchtlingsprojekts Ute Bock, erklärt: „Der Bock-Preis macht sichtbar, wie viel Kraft in gegenseitiger Unterstützung liegt. Viele der Nominierten wissen aus eigener Erfahrung, was es heißt, Hilfe zu brauchen, und entscheiden sich dennoch oder gerade deshalb dafür, selbst Verantwortung zu übernehmen. Dieses Engagement zeigt, dass Teilhabe nicht vom Status abhängt, sondern vom Willen, die Gesellschaft aktiv mitzugestalten. Das verdient nicht nur Respekt, sondern öffentliche Anerkennung.“
Der Bock-Preis wurde 2019 anlässlich des ersten Todestages von Ute Bock ins Leben gerufen und wird seither jährlich an geflüchtete Menschen vergeben, die sich ehrenamtlich in besonderer Weise engagieren.