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Frau ist von hinten zu sehen und schaut auf ein handy mit dem Foto ihres Hundes

Am Montag noch Krankenschwester, am Dienstag Geflüchtete…

Es ist unglaublich, wie schnell sich das eigene Leben manchmal ändern kann. Das zeigt auch die Geschichte von Masha aus dem Iran. Sie hat verletzten Menschen geholfen und muss deswegen in ihrem Herkunftsland Schlimmes befürchten.

Der rettende Urlaub

Die 55-jährige Masha aus dem Iran war gerade auf Urlaub in Wien, als sich ihr Leben von einem Moment auf den anderen dramatisch veränderte: Sie erhielt einen Anruf von ihrer Schwester zu Hause, den sie nie vergessen wird: „Masha, die Polizei hat deine Wohnung aufgebrochen. Sie haben dich gesucht!“

Masha hat während der Proteste gegen die brutale Sittenpolizei im Iran als Krankenschwester verwundete Demonstrant*innen versorgt. Auch wenn das Regime den Krankenhäusern eine Meldepflicht verordnet hat, hat Masha den Menschen, die für mehr Freiheit auf die Straße gingen und dabei von Militär und Polizei schwer verletzt wurden, heimlich geholfen und sie nicht gemeldet – und machte sich damit selbst zur Zielscheibe.  

Der Urlaub im Ausland hat ihr wohl das Leben gerettet! Zwei der Ärzte, mit denen sie zusammengearbeitet hat, wurden zur gleichen Zeit der Durchsuchung verhaftet und hingerichtet. Unter dieser akuten Bedrohung ist sie zu ihrer eigenen Sicherheit gezwungen, in Österreich zu bleiben und hier um Asyl anzusuchen. Mit allen Konsequenzen, die das mit sich bringt.

Die Entscheidung, in Österreich zu bleiben, ist Masha sehr schwergefallen. Von jetzt auf gleich stand sie vor den Trümmern ihres bisherigen Lebens: getrennt von Familie und Freund*innen, kein Job mehr, keine Wohnung, keine Aussicht auf eine Pension. Und auch ihre geliebte Hündin Ava wird sie wohl nie wieder sehen. Plötzlich war sie ein Flüchtling.

Hund sitzt auf Couch

Geflüchtete verlieren oft alles, wie Masha auch ihre Hündin Ava, die im Iran nun bei ihrer Schwester lebt.
Foto: privat

Wie es häufig zu Beginn eines Asylverfahrens so ist, wurde sie zunächst in ganz Österreich von einer Asylunterkunft in die nächste geschickt: welches Bundesland nimmt sie auf, wer ist zuständig? Seit Juni ist Masha bei uns im Haus, sie hat nun in Wien Sicherheit und Stabilität gefunden, im Ute Bock Haus ein Zuhause in ihrem kleinen Zimmer.

Seitdem kämpft Masha täglich darum, sich in ihrer neuen Umgebung zurechtzufinden. Sie will bald wieder als Krankenschwester arbeiten, lernt fleißig Deutsch und versteckt ihre Sorgen und Verzweiflung hinter einem freundlichen Lächeln. Die Angst um ihre Schwester im Iran begleitet sie täglich.

Derzeit erhält sie noch keine finanzielle Unterstützung. Das ständige Umziehen zwischen den Bundesländern bedeutet dauernd neue Anträge und bürokratische Mühlen mahlen manchmal langsam. Deswegen ist Masha wie viele ihrer Mitbewohner*innen im Ute Bock Haus auf unsere und eure Unterstützung angewiesen.

Denn nur eure Spende ermöglicht es, Masha und viele weitere mit dem Nötigsten zu versorgen: einem Dach über dem Kopf, Lebensmitteln, Kleidung. Gemeinsam können wir dazu beitragen, dass Masha wieder auf die Beine kommt, um sich ein neues Leben aufzubauen. Diese Menschlichkeit gibt ihr Mut.

Bitte helft uns, Masha und anderen geflüchteten Kindern, Frauen und Männern Hoffnung zu schenken. Jeder Beitrag zählt und macht einen bedeutenden Unterschied im Leben derer, die alles verloren haben. Damit Flüchtlinge eine Chance haben!

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