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Bilderbuchbegegnung – Die Büffelböcke haben Mut zur Muttersprache

Sprache ist für Kinder mit Fluchterfahrung besonders komplex. Während sie noch ihre Muttersprache lernen, kommen sie plötzlich in ein neues Land. Hier sollen sie so schnell wie möglich eine komplett neue Sprache lernen. Natürlich fällt Kindern der Spracherwerb leichter als ihren Eltern, doch es zeigen sich in dieser Situation besondere Herausforderungen – auch für ihre Erstsprache.

 

Mit dem Projekt „Bilderbuchbegegnung“ widmet sich die Sprachheilpädagogin Martina Stastny der bilingualen Sprachförderung unserer Büffelböcke. Das Projekt wird in altersgerechten Kleingruppen mit sechs Kindern umgesetzt. Der Ansatz basiert auf der sprachwissenschaftlichen Erkenntnis, dass die Fähigkeiten in der Muttersprache entscheidend dafür sind, wie wir neue Sprachen lernen und anwenden. Deswegen stehen die Bilderbuchbegegnungen unter dem treffenden Leitgedanken: „Muttersprache macht Mut – Mut zur Muttersprache“.

 

„Die Erstsprache stellt einen kostbaren Familienschatz, ja Kulturschatz dar, den es zu hüten, zu pflegen, wert zu schätzen und zu respektieren gilt.“, so Martina, die sich ehrenamtlich im Ute Bock Bildungszentrum bei den Büffelböcken engagiert.

 

Bilderbücher sind das ideale Mittel zur Sprachförderung bei Kindern, denn hier können sie Sprache selbst erleben. Vorlesen, erkennen und interpretieren, nachsprechen oder sogar aktiv nachspielen – diese bunten Bücher sind für alle Kinder unabhängig ihrer Herkunft ein Erlebnis und dabei prägend für die sprachliche Entwicklung.

 

Zwei Mal "Die dumme Augustine"

Martina arbeitet für dieses Projekt mit dem Bilderbuch „Die dumme Augustine“, deren Geschichte die Kinder auf Deutsch und Arabisch erleben. Wie wir aus unserem Büffelböcke-Alltag wissen, ist die Einbindung der Eltern ein Schlüsselelement für den Lernerfolg. Die Familien der teilnehmenden Kinder wurden gebeten, das Buch in der Muttersprache mit den Kindern gemeinsam zuhause zu lesen und über die Erlebnisse der Clownin Augustine zu sprechen. So können die Kinder die bunte Zirkuswelt der Augustine bereits in ihrer Erstsprache Arabisch kennenlernen und ihre sprachlichen Fähigkeiten weiterentwickeln. Während des Workshops bei den Büffelböcken wird das Buch dann mit Martina auf Deutsch gelesen und das Spracherlebnis durch ergänzende Sprach- und Bewegungsspiele vertieft und gefestigt.

Dieses Förderprojekt ist ein exzellentes Beispiel dafür, wie den Kindern mehr Selbstbewusstsein vermittelt werden kann. Sprache bildet auch Identität und die Kinder unserer Lernbetreuung verdienen die Möglichkeit, ihr volles Potential nutzen zu können – egal in welcher Sprache.

 

Wir danken Martina von Herzen für dieses wertvolle Engagement!

 

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