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Maren Riebe
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Home Schooling für die Büffelböcke

 

Routine ist alles! Für unsere Büffelböcke gilt dies genauso wie für alle anderen von der Situation Betroffenen. Die Kinder in unserer Lernbetreuung werden in diesen Zeiten nicht allein gelassen!

Um den Kindern mehr Möglichkeiten im Home Schooling zu bieten, sammeln wir derzeit Spenden zur Beschaffung von technischen Geräten und Internet. Wenn Sie uns dabei unterstützen wollen, spenden Sie hier:

 

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Wie in den Medien bereits aufgegriffen wurde, ist das Home Schooling für Kinder aus bildungsfernen und finanziell eingeschränkten Familien eine besondere Herausforderung. Wenn dann noch Sprachbarrieren dazu kommen, wird es heikel. Die Schulen werden noch eine Weile geschlossen bleiben, die Bildungsschere wird sich auch entlang von Einkommensgrenzen vergrößern. Für die Kinder der Schwächsten der Gesellschaft geht es um nicht weniger als ihre Zukunft.

Dies wollen wir so nicht zulassen. Unser Bildungszentrum-Team bringt vollen Einsatz, um die tägliche Lernroutine der Kinder aufrecht zu erhalten. Alle Kinder und deren Eltern wurden von ihrer Hortleiterin Edita telefonisch kontaktiert, um ihnen die Relevanz ihrer Übungsaufgaben zu vermitteln. Schließlich handelt es sich nicht um freiwillige Übungen, sondern um Aufgaben, die benotet werden. Der Kontakt zu den Eltern in ihrer Erstsprache ist hier besonders wichtig, denn Kindern entfällt dieses Detail gerne mal oder es geht in der Übersetzung verloren.

Wie von der Lernbetreuung gewohnt, sollen die Kinder jeden Nachmittag zwischen 14 und 16 Uhr ihre Aufgaben machen. Diese Regelmäßigkeit ist wichtig, denn es ist unrealistisch, dass liegengebliebene Aufgaben am Wochenende oder kurz vor Schulbeginn geblockt nachgeholt werden. Die gelösten Aufgaben werden dann abfotografiert und per WhatsApp an Edita bzw. die thematisch zugeordneten Ehrenamtlichen geschickt.

Warum WhatsApp? Bei dieser App handelt es sich um den kleinsten gemeinsamen Nenner. Wir können bei unseren Klient*innen keine Computer oder Mailadressen voraussetzen, doch Handys sind für Geflüchtete essentiell. Der kostenlose Messenger-Service wird bereits von den meisten Kindern genutzt. Bei den anderen wurde es nun auch aktiviert. Die Kinder können intuitiv Bilder ihrer bearbeiteten Aufgaben schicken, Edita und die Ehrenamtlichen geben Feedback. Die Videofunktion hilft, um besonders komplizierte Themen wie mathematische Formeln direkt zu erklären. Bis 17 Uhr haben alle Kinder Feedback zu ihren Aufgaben und können ihre Fehler korrigieren.

„Es ist besonders wichtig, die Kinder in dieser Zeit zu motivieren“, sagt Hortleiterin Edita. „Deswegen gebe ich ihnen regelmäßig positives Feedback, erinnere sie aber auch tagtäglich daran, wann die Lernzeit wieder beginnt. Sie brauchen diese Routine.“

Es ist viel Einsatz gefragt – von allen Seiten. Aber nur so lässt sich garantieren, dass sich die Schulschließungen nicht negativ auf die Bildungschancen der Kinder auswirken.

 

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