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Arbeitstraining im Ute Bock Haus

Das Arbeitstraining im Zuge des verpflichtenden Integrations-Jahres wurde im September 2017 in Österreich eingeführt. Seither können Asylberechtigte oder subsidiär Schutzberechtigte auch bei uns im Ute Bock Haus das Training absolvieren. In den sechs bis zwölf Monaten arbeiten die Praktikant*innen mindestens 16 bis maximal 34 Stunden bei uns im Ute Bock Haus oder im Ute Bock Bildungszentrum. Parallel zum Praktikum erhalten alle unsere Teilnehmer*innen übrigens 4 Stunden/Woche Deutschunterricht, den sie bei uns im Ute Bock Bildungszentrum besuchen können.

Warum das Arbeitstraining Sinn macht

Die größte Hürde bei der Jobvermittlung sind für einen Flüchtling ausreichende Deutschkenntnisse. Das AMS fördert Deutschkurse bis zum Grad A2. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt, dass ein Mindestniveau von B2 notwendig wäre, um den Berufsalltag zu bestreiten. Erschwerend kommt hinzu: Neben Deutsch fehlt es vielen Flüchtlingen einfach an Berufserfahrung. Die Bildungsabschlüsse der Heimatschulen und Unis werden in Österreich vielfach nicht anerkannt und so können derzeit nur Maßnahmen wie das Arbeitstraining greifen.

Das Arbeitstraining im Ute Bock Haus

In Syrien ist Noor ausgebildete Sonderschulpädagogin. Im Ute Bock Haus leitet sie die Büffelböcke, die Nachmittagsbetreuung im Ute Bock Bildungszentrum. Hier ist sie dafür verantwortlich, einen abwechslungsreichen Lern- und Spielnachmittag zu gestalten. Noor hat gute Chancen, nach dem Praktikum als Horterzieherin tätig zu werden. Auch ihr Kollege Mohammad nutzt das Arbeitstraining intensiv. Neben seiner Tätigkeit als Mathe-Nachhilfelehrer im Bildungszentrum bereitet er sich auf Zusatzprüfungen vor, um bald in Österreich unterrichten zu dürfen. Seinen Bachelor hat Mohammad übrigens bereits anerkannt bekommen.

Noor, Ali, Eman, Ibrahim, Mohammad und Osama, die bei uns das Arbeitstraining absolvieren, sammeln bei uns nicht nur Arbeitserfahrung und sie bekommen ein Zeugnis, sondern sie lernen noch dazu schnell sehr gut Deutsch und bekommen Anerkennung.

Ibrahim sagt selbst: “Im Deutschunterricht fällt es nicht immer leicht mitzureden. Beim Praktikum traue ich mich. Ich kann Gelerntes gleich anwenden.” In der Konversation mit Kolleg*innen im Ute Bock Haus aber auch im Umgang mit unseren Besucher*innen mangelt es nicht an Gelegenheit; zudem lernen unsere Praktikant*innen für Österreich wichtige Strukturen. Sie sehen, wie der Arbeitsalltag in Österreich funktioniert und das wiederum erhöht ihre Chancen auf einen späteren Arbeitsplatz enorm. Der erste Schritt in den österreichischen Arbeitsmarkt ist somit getan.

Außerdem wird ihre Arbeit endlich anerkannt, denn das Arbeitstraining sieht vor, dass die Praktikant*innen eine Praktikumsentschädigung für ihre Tätigkeiten erhalten. So sind Noor, Ali, Eman, Ibrahim, Mohammad und Osama nicht mehr von der Mindestsicherung abhängig.

INFO: Wir werden überschwemmt mit Anfragen zum Arbeitstraining, das AMS leitet unzählige Interessent*innen an uns weiter. Der Bedarf ist groß, denn geflüchtete Menschen haben mit dem Arbeitstraining die Möglichkeit, ein richtiges “Gehalt” in Form einer Praktikumsentschädigung vom AMS zu beziehen. Daher wollen wir auch weiterhin und verstärkt Praktikumsplätze anbieten. Dazu benötigen wir Ihre Hilfe!

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Obdach. Beratung. Bildung.

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